Was ist ein Wahlarzt?

Ein Wahlarzt ist ein niedergelassener Arzt, der keinen Kassenvertrag abgeschlossen hat und direkt mit den Patienten abrechnet. Der Patient hat somit den Status eines Privatpatienten.

Was sind meine Vorteile?

freie Arztwahl

zeitnaher Termin

kurze Wartezeiten

mehr Zeit für den Patienten

In Wien gibt es deutlich mehr Wahlärzte als Kassenärzte, somit wird ein Großteil der Patienten von Wahlärzten betreut.

Unsere Honorarordnung ist nach den Empfehlungen der Ärztekammer für Wien erstellt.

Sie können die bezahlte Honorarnote bei Ihrem Krankenversicherungsträger einreichen und um Kostenrückerstattung ansuchen. Näheres unter "Wie funktioniert die Kostenrückerstattung?".

Einen Teil der Kosten bekommt man in der Regel über die eigene Krankenkasse zurück erstattet. Sie bekommen von uns eine Honorarnote, welche an Ihre Krankenkasse geschickt wird. Bei Zahlung per Überweisung muss ein Zahlungsnachweis beigelegt werden. Nach einigen Wochen wird dann ein Teil der Kosten von Ihrer Krankenkasse auf Ihr Konto überwiesen. Informationen hierzu sowie die erforderlichen Formulare zur Einreichung sind bei uns verfügbar oder können auf der Homepage Ihrer Krankenkasse gefunden werden.Sollten Sie jedoch in einem Quartal bei verschiedenen Hautärzten vorstellig werden, werden Ihnen womöglich keine Kosten rückerstattet werden.

Die Rückerstattung hängt von zahlreichen Faktoren ab und kann daher nur grob kalkuliert werden.Für allgemeine Vorstellungstermine wird etwa folgender Betrag erstattet: BVA 14€, KFG/KFL/LKUF 23€, WGKK 15€, SGKK 21€, SVB 7€, SVG 17€, VAEB 14€.
Für eine jährliche Hautkrebsvorsorge wird etwa folgender Betrag erstattet: BVA 26€, KFG/KFL/LKUF 40€, WGKK 12€, SGKK 21€, SVB 13€, SVG 30€, VAEB 26€.
Für andere Leistungen (Allergietest, Befundbericht, Blutabnahme, Lichttherapie, Operation ...) wird ebenso eine Rückerstattung gewährt. Für Wiedervorstellungen im selben Monat kann die Rückerstattung geringer ausfallen. Manche Leistungen werden nicht rückerstattet: Ästhetik und Kosmetik, Lasertherapie, Peeling, Sklerosierung von Besenreisern.

Die Zuweisung eines anderen Arztes ist keine Voraussetzung, um einen Termin bei uns zu vereinbaren! Es erleichtert lediglich die Kostenrückerstattung bei Ihrem Krankenversicherungsträger.Kassenvertragsärzte sind in erster Linie verpflichtet zu Kassenvertragsärzten und kasseneigenen Einrichtungen zuzuweisen. Lediglich wenn solche nicht zur Verfügung stehen, mit erheblicher Wartezeit auf einen Termin einhergehen oder seitens der Patienten ausdrücklich die Zuweisung zu einem Wahlarzt gewünscht wird, darf eine Zuweisung zu einem Wahlarzt erfolgen.Umgekehrt sind Wahlärzte berechtigt, zu Kassenvertragsärzten zuzuweisen. Dazu erhalten Sie von uns ein Privatformular mit allen notwendigen Informationen. Bei Inanspruchnahme des Kassenvertragsarztes müssen Sie, falls vorhanden, die e-card vorweisen.

Ein Wahlarzt kann bei Vorliegen einer Arbeitsunfähigkeit dem Patienten eine Arbeitsunfähigkeitsmeldung (Krankmeldung) ausstellen. Diese muss der Patient noch am selben Tag seinem Krankenversicherungsträger bekannt geben. Erst nach der Begutachtung des Chefarztes gilt die Arbeitsunfähigkeit als genehmigt.Ebenso besteht eine Verpflichtung für den Patienten, seine Arbeitsunfähigkeit seinem Dienstgeber nachzuweisen. Auf der Formularausfertigung für den Dienstgeber erscheint keine Diagnose.Fällt der Grund für die Arbeitsunfähigkeit weg, hat eine Gesundmeldung an den Krankenversicherungsträger zu erfolgen. Die Gesundmeldung kann der Patient selbst oder sein Wahlarzt vornehmen.

Wahlärzte sind selbstverständlich berechtigt ihren Patienten Arzneimittel, Heilbehelfe und Hilfsmittel zu verordnen. Die Verordnung erfolgt grundsätzlich auf einem Privatformular.Jedes Rezept eines Wahlarztes bedarf der Gleichstellung durch die Krankenversicherung. Verantwortlich für die Durchführung der Gleichstellung von Privatrezepten oder die Einholung von chefärztlichen Bewilligungen ist der Patient. In der Praxis übernehmen aber viele öffentliche Apotheken für die Patienten diese Aufgaben.